Wie funktioniert POWERbreathe?


Mit POWERbreathe trainiert man gezielt die inspiratorische Atemmuskulatur, in der engl. Literatur beschrieben als Inspiratory Muscle Training (IMT).

Trainingsmethode

Die Trainingsmethode basiert auf dem Widerstandstraining, analog einem Hanteltraining zur Stärkung der Armmuskulatur. Trainingsexperten sprechen hier auch von „Hanteltraining für das Zwerchfell“. Durch das Einatmen gegen einen Widerstand, muss unsere inspiratorische Atemmuskulatur stärker arbeiten. Dies stimuliert unsere Muskeln respektive Muskelfasern und verbessert die Muskelstärke und Ausdauer. POWERbreathe trainiert vor allem das Zwerchfell (unser Hauptmuskel) und die auf dem Brustkorb befindlichen Hilfsatemmuskeln. Das Ausatmen geschieht ohne Widerstand, sodass sich die Atemmuskulatur entspannt und die Luft sich  natürlich aus der Lunge entfernt.

Technik bei der mechanischen Serie

POWERbreathe nutzt bei der mechanischen Serie (Classic Medic und Plus) die bewährte Technik des „Schwellentrainings“ (inspiratory pressure threshold loading). Schwellentraining bedeutet Atmung gegen Druckbelastung. Die Widerstands-Einstellung funktioniert mit einer verstellbaren Feder. Durch ein Drehrad lässt sich die Stärke auf einer 10er Skala quantifizierbar einstellen. Andere meist günstigere Trainingstool arbeiten mit der Technik des „Strömungswiderstandstraining“ (Inspiratory flow resistive loading). Hier wird der Widerstand einfach durch den Durchlass-Durchmesser, eine Art Düse gesteuert. Je kleiner der Durchmesser, desto höher ist der Widerstand. Allerdings ist das Ganze auch noch Flow (Geschwindigkeit) abhängig. Das Schwellentraining wie es POWERbreathe nutzt ist gegenüber dem Strömungswiderstandstraining deutlich überlegen.

Technik bei der elektronischen K-Serie

Die neue innovative K-Serie arbeitet elektronisch, hat ein Display und das Kernstück ist das patentierte Piezo-Ventil. Der Widerstand oder Belastung wird bei der K-Serie automatisch anhand der ersten 5 Atemzügen eingestellt. Das extrem bewegliche Piezo-Ventil mit bis zu 4000 Schwingungen pro Sekunde ermöglicht erstmals eine dynamische Widerstandseinstellung. Beim Einatmen von Luft nimmt die Atemkraft bei Menschen kontinuierlich ab. Das Piezo-Ventil der K-Serie bemerkt dies und verringert dadurch den Widerstand beim Einatmen. Diese innovative Technik heisst „Dynamic inspiratory flow resistive loading“. Der Nutzen davon ist, dass man noch effizienter trainieren kann. Durch das sich langsam öffnende Piezo-Ventil trainiert man pro Atemzug ein deutlich höheres Volumen. Je mehr Lungenvolumen man trainieren kann, desto mehr Muskelfasern werden trainiert.

Trainingsablauf für ein Aufbautraining

Das folgende Trainingsprogramm hat sich bei POWERbreathe bewährt:

  • Trainieren Sie zweimal am Tag jeweils 30 Atemzüge  (morgens und abends)
  • Stellen Sie den Widerstand beim Medic und der Plus-Serie so hoch ein, dass Sie gerade 30 Einatemzüge schaffen. Bei der K-Serie wird der Widerstand automatisch eingestellt
  • Sobald sich Ihre Atemmuskelkraft verbessert, erhöhen Sie den Widerstand. (spätestens nach einer Woche)
  • Das Aufbautraining dauert für Sportler 6 Wochen und für Patienten bis zu 12 Wochen.

Erhaltungstraining (nach dem Aufbautraining)

  • Trainieren Sie jeden 2. Tag 1x 30 Atemzüge

Funktionales Training

Das Training kann nach dem Aufbautraining (Basistraining) beginnen. Beim Funktionalen Training kombiniert man das Inspiratorische Muskeltraining mit der Sportart, die man optimieren möchte. Es geht um die Simulation sportspezifischer Bewegungen, insbesondere solche, die die Atmung z.B. bei einer Körper-Rotation oder ungünstiger Körperhaltung beeinflussen. Beispiel: Triathlet auf dem Bike in aerodynamischer Position. Die Einatmung (Atemzugsvolumen) kann trotz der ungünstige Körperposition  durch ein funktionales Training verbessert werden.

Fragen Sie uns nach sportartspezifischen Übungen. Mittlerweile gibt es auch physiotherapeutische Programme , z.B. für COPD-Patienten.